Arbeitskreis
Kirchlicher
Investoren (AKI)
Ethisch-nachhaltige
Geldanlage.
Menschen vertrauen ihr Geld der Kirche an, um diakonische und kirchliche Arbeit zu ermöglichen. In Kirche und Diakonie geschieht der Umgang mit Geld in der Verantwortung vor Gott und den Menschen – das gilt auch für Geldanlagen.
Kirchliches Geld wird angelegt, um künftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Investiertes Geld bleibt Eigentum der Anlegenden, sie haben Verantwortung für die Wirkungen der Geldanlage.

Um dem gerecht zu werden, werden neben den ökonomischen auch ethisch-nachhaltige Ziele verfolgt: Das Geld von Kirche und Diakonie soll im Einklang mit Gottes Geboten und dem jeweiligen Auftrag angelegt werden.
Daran arbeiten wir mit zwei Schwerpunkten: dem regelmäßig aktualisierten Leitfaden und Engagementdialogen mit Unternehmen– und freuen uns über den Austausch dazu.
Aktuelles
17.09.2026
Können Kryptowerte ein Thema für kirchliche Investoren sein? Wie ist der Stand beim Digitalen Euro? Was hat es mit Tokenisierung und Stablecoins auf sich? Wie verhält es sich mit ökonomischen Risiken, Nachhaltigkeit und Finanzmarktstabilität bei Kryptowerten als Geldanlage? Diese Fragen haben Expert*innen aus Bundesbank, EZB, Wissenschaft und Geschäftsbanken mit kirchlichen Investoren beider Konfessionen aus dem DACH-Raum zwei halbe Tage lang intensiv diskutiert. Die Konferenz wurde von einer Fachgruppe aus Mitgliedern des AKI vorbereitet, die auch eine Handreichung zum Thema verfasst hat. Die Erkenntnisse der diesjährigen AKI-Herbsttagung fließen in die Neuauflage des Leitfadens für ethisch-nachhaltige Geldanlage ein.
11.06.2026
Der Tiefseebergbau bedroht nach Einschätzung kirchlicher Investoren und ökumenischer Organisationen die Meeresökosysteme, das Klima sowie die Lebensgrundlagen vieler Küstengemeinschaften. Deshalb haben sich auf Initiative des Arbeitskreises Kirchlicher Investoren (AKI) und kirchlicher Entwicklungsorganisationen institutionelle Anleger aus 17 Ländern und verschiedenen Konfessionen zusammengeschlossen – zusätzlich zu den 47 evangelischen Mitgliedsinstitutionen des AKI unter anderem sechs Jesuitenprovinzen aus ganz Europa, die Church of Sweden, die Protestant Church of the Netherlands, zwei deutsche Bistümer, eine österreichische Diözese und die KZVK Köln. Ihr gemeinsames Ziel: Unternehmen der Real- und Finanzwirtschaft für die Unterstützung eines Moratoriums zu gewinnen. Die Unternehmen sollen sich öffentlich dazu verpflichten, keine Mineralien aus dem Tiefseeboden zu beziehen, solche Rohstoffe aus ihren Lieferketten auszuschließen und keine Aktivitäten für den Tiefseebergbau zu finanzieren.
29.04.2026
Am 28./29. April fand die zweite europäische Konferenz kirchlicher Investoren in Innsbruck statt. Eingeladen hatten der AKI, die Church Investors Group, De Nieuwe Beurskoers und die Diözese Innsbruck. Der Einladung gefolgt waren fast 70 Vertreter und Vertreterinnen institutioneller Investoren verschiedener Konfessionen aus acht Ländern. Der AKI stellte mit der englischen Ausgabe der Studie des NKI-Instituts das kollaborative, ökumenische Engagement zum Tiefseebergbau vor und lud zur Beteiligung ein. Die Besonderheit der Studie und des Engagement-Projekts ist der Beitrag der kirchlichen Hilfswerke und der ebenfalls kirchlichen NGO Ozeanien-Dialog, die ihre Perspektive auch in Innsbruck vorstellten. Die Veranstalter der Konferenz veröffentlichten gemeinsam mit einigen weiteren Unterzeichnern einen von Stephen Barrie konzipierten Beitrag unter der Überschrift “Kirchliche Investoren wollen ihren Einfluss stärker nutzen”.
20.04.2026
Eigentum verpflichtet - das gilt auch für das Vermögen, das Kirchen an den Finanzmärkten anlegen. Mit der ethisch-nachhaltigen Geldanlage übernehmen sie die Verantwortung für ihr Eigentum. Karin Bassler erläutert in einem Beitrag zum Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrerblatt die Historie und die aktuelle Praxis der Kirchen als institutionelle Investorinnen und plädiert dafür, kirchliches Finanzmanagement theologisch zu reflektieren.
01.10.2025
In Anbetracht der anhaltenden Debatten darüber, ob (kontroverse) Waffen und Rüstungsgüter als nachhaltige Investitionen gelten sollen, hat der AKI seine Stellungnahme vom Juli 2024 mit der vorliegenden Positionierung präzisiert und ergänzt. Die grundlegende Aussage ist unverändert: Für kirchliche Anleger bleiben die Gründe für einen Ausschluss von Waffen und Rüstungsgütern aus ihren Geldanlagen bestehen. In Rüstung zu investieren ist weder ethisch noch nachhaltig. Im Papier werden die AKI-Antworten auf Fragen und Argumente aufgeführt, die dieser Stellungnahme widersprechen.
Kontakt & Austausch
Als Mitgliederorganisation tätigt der AKI keine eigenen Geldanlagen. Leider können wir keine Investmentvorschläge an unsere Mitglieder weitergeben.
