Arbeitskreis
Kirchlicher
Investoren (AKI)
Ethisch-nachhaltige
Geldanlage.
Menschen vertrauen ihr Geld der Kirche an, um diakonische und kirchliche Arbeit zu ermöglichen. In Kirche und Diakonie geschieht der Umgang mit Geld in der Verantwortung vor Gott und den Menschen – das gilt auch für Geldanlagen.
Kirchliches Geld wird angelegt, um künftigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Investiertes Geld bleibt Eigentum der Anlegenden, sie haben Verantwortung für die Wirkungen der Geldanlage.

Um dem gerecht zu werden, werden neben den ökonomischen auch ethisch-nachhaltige Ziele verfolgt: Das Geld von Kirche und Diakonie soll im Einklang mit Gottes Geboten und dem jeweiligen Auftrag angelegt werden.
Daran arbeiten wir mit zwei Schwerpunkten: dem regelmäßig aktualisierten Leitfaden und Engagementdialogen mit Unternehmen – und freuen uns über den Austausch dazu.
Aktuelles
11.12.2025
Die aktuelle Ausgabe der Reihe „NKI Research“ beschäftigt sich mit den Grundlagen und Risiken des Tiefseebergbaus, analysiert aktuelle politische und gesellschaftliche Initiativen für ein Moratorium und beleuchtet, welche Bedeutung dieses Thema für die nachhaltige Kapitalanlage haben kann. Wir freuen uns, dass das NKI diese für Investoren sehr hilfreiche Studie mit dem AKI als Kooperationspartner veröffentlicht hat. Im AKI setzen wir uns bei Unternehmen der Finanz- und Realwirtschaft schon seit zwei Jahren für ein Moratorium beim Tiefseebergbau ein. Für 2026 haben wir vor, dieses Engagement in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Hilfswerken "Brot für die Welt" und Misereor auszuweiten.
Oktober 2025
Die Taskforce on Inequality and Social Financial Disclosures (TISFD) hat im Oktober ihr erstes Papier zu den konzeptionellen Grundlagen für die Veröffentlichung sozialer Daten von Unternehmen veröffentlicht. Sie arbeitet analog zur Taskforce on Climate related financial Disclosures (TCFD). Im TISFD Papier werden die Beziehungen zwischen der Gesellschaft einerseits und Unternehmen bzw. Volkswirtschaften andererseits dargestellt sowie Konzepte, mit denen die Ziele für das Wohlergehen von Menschen in wirtschaftlichen Zusammenhängen abgebildet werden. Dies sind die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen, das Konzept des Wohlergehens der OECD, das weitergehende Bedürfnisse beinhaltet wie Sicherheit und Sinnhaftigkeit, und das Konzept des menschlichen und sozialen Kapitals, das den Nutzen sozialer Fähigkeiten und der Leistungsfähigkeit von Menschen für eine Gesellschaft und für Unternehmen thematisiert.
Festgehalten wird in dem Text, dass die Menschenrechte nicht verletzt werden dürfen, und dass das Minimum darstellt, was von Unternehmen erreicht werden muss. Gesundheit und Bildung werden als Grundpfeiler wirtschaftlichen Wohlstands betrachtet, deren Fehlen sich in der reduzierten Leistungsfähigkeit von Unternehmen bemerkbar macht. Auf dieser Grundlage soll im kommenden Jahr damit begonnen werden, ein Berichtsformat zu sozialen Themen in Unternehmen auszuarbeiten.
01.10.2025
In Anbetracht der anhaltenden Debatten darüber, ob (kontroverse) Waffen und Rüstungsgüter als nachhaltige Investitionen gelten sollen, hat der AKI seine Stellungnahme vom Juli 2024 mit der vorliegenden Positionierung präzisiert und ergänzt. Die grundlegende Aussage ist unverändert: Für kirchliche Anleger bleiben die Gründe für einen Ausschluss von Waffen und Rüstungsgütern aus ihren Geldanlagen bestehen. In Rüstung zu investieren ist weder ethisch noch nachhaltig. Im Papier werden die AKI-Antworten auf Fragen und Argumente aufgeführt, die dieser Stellungnahme widersprechen.
30.09.2025
Der AKI ist eine der 24 europäischen Organisationen aus der Kategorie Finanzinstitute und Unternehmen, die einen offenen Brief an die EU-Kommission unterzeichnet haben. Darin wird gefordert, Unternehmen, die neue Projekte im Bereich fossiler Brennstoffe entwickeln, aus allen SFDR-Produktkategorien auszuschließen.
02.09.2025
Im September 2024 führte der AKI Engagementgespräche mit sieben Finanzdienstleistern zu Nachhaltigkeitsthemen, darunter Tiefseebergbau. Die kirchlichen Investoren äußerten die Erwartung, dass die Banken und Assetmanager sich öffentlich für ein Moratorium einsetzen. Konkret schlug der AKI den Unternehmen vor, das Business Statement Supporting a Moratorium on Deep Sea Mining zu unterzeichnen. Auch 2025 wurden die Dialoge zum Thema fortgesetzt. Der AKI freut sich sehr darüber, dass Metzler Asset Management diese Anregung umgesetzt hat und nun offiziell zu den Unterstützern der von WWF und anderen NGOs getragenen Initiative für ein Moratorium zählt. Die kirchlichen Investoren hoffen, dass weitere Banken und Assetmanager diesem guten Beispiel folgen und werden ihr Engagement zum Tiefseebergbau fortsetzen.
Kontakt & Austausch
Als Mitgliederorganisation tätigt der AKI keine eigenen Geldanlagen. Leider können wir keine Investmentvorschläge an unsere Mitglieder weitergeben.
